Egal ob auf dem Bauernhof oder auf der Alp: Tierwohl ist für die Micarna zentral.

Tierwohl & Nachhaltigkeitslabel

Das Wohl der Tiere ist für uns ein sehr zentraler Punkt in der Micarna-Gruppe. Tiere sind die Basis unsere Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Ei-Produkte. 

Nur gesunde Tiere können auch eine gute Produktqualität bieten. Tierwohl in der Lebensmittelproduktion bedeutet aber nicht nur, dafür zu sorgen, dass die Tiere ein artgerechtes Leben auf dem Bauernhof haben. Es bedeutet auch, darauf zu achten, die Tiere schonend und auf möglichst kurzen Strecken zu transportieren und umsichtig und fachgerecht zu schlachten. 

Tierwohl in der Landwirtschaft

Die Micarna ist eine der wichtigsten Partnerinnen der Landwirtschaft und arbeitet mit einer Vielzahl engagierten Produzenten zusammen.

Schweizer Produkte

Über 80 % unserer Menge an Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Ei-Produkten beziehen wir aus der Schweiz. Und sogar mehr als 85% all unserer Tiere, die aus der Schweiz stammen, schlachten wir an unseren eigenen oder Partnerschlachthöfe. Die Mehrheit davon stammt aus Label-Haltung, also von Betrieben, deren Tierwohlbestimmungen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinausgehen.

91% des von Micarna SA verarbeiteten Rind-, 99% des Schwein-, 99% des Kalb-, 93% des Geflügel- sowie 100% des Lammfleisches stammt aus der Schweiz und unterliegt somit vergleichsweise strengeren Tierhaltungsvorschriften als das im Ausland produzierte Fleisch. Unsere Produzenten werden regelmässig von unabhängigen Kontrollstellen überprüft und mit Gütesiegeln zertifiziert.

Die Micarna arbeitet mit zahlreichen langjährigen Partnerschaften der Schweizer Landwirtschaft zusammen. Gemeinsam mit den Branchenverbänden, mit Labelprogramminhabern wie der IP-Suisse oder Bio Suisse, und im Austausch mit Tierschutzorganisationen setzen wir uns für eine nachhaltige Entwicklung der Schweizer Landwirtschaft ein.

Die Micarna nimmt ihre Verantwortung im Bereich Förderung der Tiergesundheit ernst. Die Gesundheit der Tiere ist ein wesentlicher Bestandteil des Tierwohls und wirkt sich auch auf die Fleischqualität aus. Zudem sind wir uns der zunehmenden Problematik des unsachgemässen Antibiotika-Gebrauchs und der damit verbundenen Resistenzproblematik in der Human- und Veterinärmedizin bewusst und setzen uns aktiv für Verbesserungen ein.

 
Bei unseren Poulets, die wir für die Marke Optigal produzieren, haben wir die volle Kontrolle über den Antibiotikaeinsatz. Antibiotika erhalten unsere Hühner von den Tierärzten nur in Ausnahmefällen und nur kurativ. Über 95% unserer Optigal-Poulets kommen nie in Kontakt mit Antibiotika.

Bei unseren Legehennen achten wir besonders darauf, dass durch vorbeugende Massnahmen und regelmässige Kontrollen der Einsatz von Antibiotika minimiert wird. So müssen wir nur noch in äusserst seltenen Fällen Antibiotika einsetzen.  Bei den Schweinen beteiligen wir uns an den Gesundheitsprogrammen SuisSano, SafetyPlus SuisKlein und QGS-Klein.

Das Soundingboard Tierwohl ist eine Initiative, die aus unserem Stakeholdermanagement entstanden ist. Das Soundingboard Tierwohl, welches von Albert Baumann, dem CEO der Micarna präsidiert wird, diskutiert proaktiv verschiedene Aspekte des Tierwohls. Das Gremium setzt sich unter anderem aus Spezialistinnen und Spezialisten des Tierschutzes, der Branche, der Forschung und der Behörden sowie des Konsumentenschutzes zusammen. Ziel ist es, das Tierwohl entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern, dies unter Berücksichtigung des technologischen Fortschritts, des neuesten Wissens aus der Forschung und der Anforderungen unserer Gesellschaft.

Nachhaltigkeits- und Tierwohl-Labelprodukte

Mit unseren Labeln wie Terra Suisse, Optigal oder Bio engagieren wir uns für eine naturnahe und tierfreundliche Schweizer Landwirtschaft und tragen damit zum Erhalt natürlicher Lebensräume bei. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung der landschaftlichen Vielfalt sowie der Artenvielfalt (Biodiversität), was u. a. auch seltenen Pflanzen und Wildtieren zugutekommt. 

Tierwohl-Label

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Labeln auf Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Eiprodukten. Die Label können sowohl mehr Tierwohl als der gesetzliche Standard beinhalten, aber auch allgemein für mehr Nachhaltigkeit stehen, wie zum Beispiel umweltschonender oder sozialverträglicher sein. In den letzten drei Jahren konnte die Micarna den Anteil an nachhaltigen Labeln der gesamten Produktmenge von 60 % auf 67 % erhöhen.

Das Schweizer Tierschutzgesetz gehört zu den strengsten weltweit und geniesst international Vorbildcharakter. Ein schonender Umgang mit Tieren, Schutz vor Witterung, Tageslicht und mehr Platz sind Beispiele von für uns selbstverständlichen und bindenden Tierwohlaspekten. Unsere Labelprogramme stellen darüber hinaus zusätzliche Anforderungen an Haltung und Fütterung der Tiere. Bei unseren Labelprogrammen orientieren wir uns an den Bundesprogrammen BTS (Besonders tierfreundliche Stallung) und RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien), die sich stark auf das Wohlbefinden der Tiere fokussieren. 

Fleisch

Insgesamt sind 91% unserer Fleischmengen von Tieren, die wir selbst in unseren Schlachthöfen schlachten. Bei diesen Tieren stellen wir eine äusserst positive Entwicklung der Tiere aus Label-Haltung fest. Begünstigt wird dies insbesondere durch die zunehmende Sensibilisierung der Konsumenten. 

Label Fleisch

Durch den innovativen Ausbau des nachhaltigen Sortiments sowie durch die Aufwertung des bestehenden Sortiments streben wir ein weiteres Wachstum in diesem Bereich an. Konkret sollten bis 2020 80% Tiere in Eigenschlachtung aus Labelprogrammen (Terra Suisse, Bio oder Optigal) stammen. Mit einer Zunahme von 0.1% Indexpunkten konnten wir im Jahr 2020 einen Labelanteil aus Eigenschlachtung von 72.9% verzeichnen. Dies ist trotz der erfreulichen Entwicklung unter dem Zielwert von 80%. 

93% von unserer Gesamtmenge an Schweinefleisch stammt von unseren eigenen Schlachthöfen. Über die Hälfte diese Tiere haben ihr Leben in BTS und RAUS- Ställen verbringen dürfen.  
 

Haltung Schwein

92% der Gesamtmenge an Kalbfleisch stammt aus Eigenschlachtung. Über 70% durften ihr Leben über dem gesetzlichen Standard verbringen und sind mit dem Label «TerraSuisse» im Markt zu erkennen.

Haltung Kalb

86% der gesamten Menge an Rindfleisch stammt aus Eigenschlachtung. Über 70% dieser wurde nicht in klassischer Haltung nach Schweizer Tierschutz gehalten, sondern durften eine besonders freundliche Stallhaltung und regelmässigen Auslauf ins Freie geniessen. 

Haltung Rind

 

92% unseres Poulet-Fleisches stammt aus unserem Schlachthof in Courtepin. Davon werden die meisten der Poulets in unseren Optigal-Ställen mit besonders freundlicher Stallhaltung aufgezogen.

Haltung Poulet

Aktuell stammen 42% unserer eingekauften Eier aus der Schweiz. Zudem konnten wir 2020 erneut all unsere importierten Eier zu 100% aus KAT-zertifizierter Freiland- oder Bodenhaltung beziehen. Bei den Schweizer Schalen-Eiern haben wir alle Betriebe 2020 auf Freiland- oder Bio-Haltung umstellen können. Seit Oktober 2020 kaufen wir auch «respeggt-Eier» ein. Es wird dabei eine Methode bei der Vermehrung von Legehennen angewandt, welche bereits im Brutei das Geschlecht des entstehenden Kükens bestimmt. So wird verhindert, dass die geschlüpften männlichen Küken aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden. Hier finden Sie weitere Informationen zu respeggt-Eiern, zum dazugehörigen Unternehmen SELEGGT GmbH und der Migros Homepage.

Haltung Legehennen

Im Bereich Fisch haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 100% des Fischangebots MSC-, ASC- oder Bio-zertifiziert ist oder vom WWF als empfehlenswert oder akzeptabel eingeschätzt wird. Dieses Ziel haben wir 2020 mit 99.87% nicht ganz erreicht und nun gilt es, das Niveau von 100% wieder zu schaffen. Wir konnten den Anteil an Fisch aus empfehlenswerten oder sehr empfehlenswerten Herkünften unseres gesamten Einkaufswertes des Fisches von 64% (2019) auf 86% (2020) steigern. 
 

Haltung Fisch

Importierte Produkte

Bei den übrigen 18% unserer tierischen Produkte, die wir importieren, achten wir auch auf die Erhöhung des Wohls der Tiere, die im Ausland gehalten werden. Im Rahmen des Programms «Migros Animal Welfare» (MAW) haben wir uns zusammen mit der Migros zum Ziel gesetzt, bis 2020 nur noch Importfleisch zu beziehen, welches im Ausland nach Schweizer Tierschutzstandards produziert wird. Je nach Tiergattung haben wir die Umsetzung unseres sehr ehrgeizigen Ziels unterschiedlich weit erreicht. Die grösste Herausforderung lag bei den Produkten, die stark saisonal und/oder nur in geringen Mengen nachgefragt werden.

Mit unseren Lieferanten für frisches Poulet- und Trutenfleisch aus Europa konnten wir bereits Programme aufbauen, welche die Schweizer Tierwohlstandards garantieren. Im Jahr 2019 konnte der erste Poulet-Betrieb in Brasilien MAW-zertifiziert werden, welcher uns im Herbst 2020 erstmals mit MAW-zertifiziertem Poulet-Fleisch belieferte. Auch unsere importierte Geflügel-Charcuterie ist zu einem Teil bereits MAW-zertifiziert. 

Gewisse Geflügelspezialitäten haben wir aus unserem Sortiment genommen und verkaufen keine konventionellen Wachteln, Kapaun und keine Import-Mistkratzerli mehr. Für alle weiteren importierten Geflügelprodukte wurden Produktsysteme und Labels bestimmt, welche dem MAW- Niveau möglichst nahekommen, wie zum Beispiel Label Rouge.

Alle Lieferanten von Rindfleisch wurden anhand von Tierwohl-Kriterien beurteilt. Mit einem rumänischen Projektpartner konnte 2018 die MAW-Zertifizierung von Karpaten Meat abgeschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine Angus-Rinder-Mast mit nachhaltigem Weide- und Futtermanagement. Das Fleisch der Angus-Rinder wird ohne den Einsatz von Flugzeugen zur Micarna transportiert. Im Jahr 2020 konnte dieses Programm bei der Rezertifizierung weiterhin überzeugen. Für das übrige Importrindfleisch war es nicht möglich eine MAW-Zertifizierung umzusetzen. 2019 wurde ein Zielbild mit Mindestanforderungen definiert, welches erfüllt sein muss, damit ein Lieferant an die Micarna liefern darf.

Der Import von Kalbfleisch verliert zunehmend an Bedeutung, es wird nur saisonal in der Vorweihnachtszeit und in sehr geringen Mengen importiert. Aufgrund dieser Bedingungen ist ein Aufbau oder eine feste Bindung an eine ganze Wertschöpfungskette nicht möglich. 

Wie beim Kalb spielt der Import von Schweinefleisch eine untergeordnete Rolle. Importkontingente für Schweinefleisch werden nur sehr wenig und unregelmässig gewährt. Auch hier werden derzeit Möglichkeiten geprüft, in Zukunft ausschliesslich Schweizer Schweine zu verarbeiten. Für allfällige zukünftige Importe wurden alle potenziellen europäischen Schweinefleischlieferanten bezüglich Tierwohl-Kriterien beurteilt. Zurzeit entspricht keines der Programme bezüglich der Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit unseren Anforderungen. 

Beim Wildfleisch unterscheiden wir beim Einkauf zwischen Jagdwild aus Österreich und Farmwild aus Neuseeland. Bei Jagdwild aus Österreich werden die Wildtiere ohne Treibjagd geschossen. Sie leben in ihrer gewohnten Umgebung und profitieren daher von der natürlichsten Haltungsart überhaupt.

Beim Farmhirsch bieten die grossen Flächen in Neuseeland ideale Bedingungen für die grasbasierte Aufzucht mit Weidehaltung in Gehegen. Um Flugtransporte zu reduzieren, setzen wir im Bereich Hirsch bereits einige Jahre verstärkt auf Jagdwild aus Europa. Für die restlichen Mengen aus Neuseeland praktizieren wir wo immer möglich eine Verschiebung von Flug- auf Seefracht an. 

Mit unserem europäischen Lieferanten für Pferdefleisch haben wir ein eigenes Programm zur Umsetzung von MAW realisiert. Die Zertifizierung über die gesamte Wertschöpfungskette fand 2019 erfolgreich statt. All unser importiertes Pferdefleisch wird nun gemäss MAW-Anforderungen, welches von einer unabhängigen Kontrollstelle zertifiziert ist, produziert. Im Jahr 2020 haben wir das Programm erneut überprüfen lassen, wobei es erfolgreich rezertifiziert wurde.

Für unser importiertes Kaninchenfleisch können wir bereits heute die Umsetzung der Schweizer Tierwohlvorgaben garantieren. 

Im internationalen Lammfleischmarkt sind wir mengenmässig ein kleiner Abnehmer, zudem werden vom Schweizer Konsumenten nur Edelstücke nachgefragt. Ein eigenes MAW-Lamm-Programm im Ausland ist daher momentan nicht umsetzbar. Die Mengenverschiebung von Ozeanien hin zu Europa ist seit jeher in vollem Gange und wird auch weiter forciert. Des Weiteren streben wir wo möglich auch die Verschiebung zu Seefracht bei tiefgekühlter Ware an.

Wir sind sehr stolz, dass 100% unserer importierten Eier von KAT-zertifizierter Freiland- oder Bodenhaltung stammen. Wir wollen so den hohen Schweizer Tierwohlstandard auch bei unseren Lieferanten im Ausland einführen.

Tierwohl in der Verarbeitung

Tierwohl in der Lebensmittelproduktion bedeutet bei Weitem nicht nur, dafür zu sorgen, dass die Tiere ein angenehmes Leben auf dem Bauernhof haben.

Kontrolle

Es bedeutet auch – und vor allem –, darauf zu achten, dass die Tiere während des eigentlichen Schlacht- und Verarbeitungsprozesses so wenig Stress und Schmerzen verspüren wie nur möglich. 

Beim Transport vom Betrieb zum Schlachthof gilt es, die Aufregung der Tiere möglichst gering zu halten. Dies natürlich im Sinne des Tierwohls, aber auch, weil sich unnötiger Stress kurz vor der Schlachtung negativ auf die Fleischqualität auswirken kann. Besonders wichtig sind hierbei folgende Aspekte:

  • Der schonende Umgang mit dem Tier, vor allem beim Be- und Entladen. Bei der Micarna dürfen deshalb nur die Tierhalter selbst oder aber Chauffeure Tiere anliefern, die sich regelmässig in speziellen «Tierschutz beim Transport»-Kursen weiterbilden. 
  • Möglichst kurze Transportwege. Anders als in der EU ist in der Schweiz die Transportdauer auf maximal 8 Stunden gesetzlich beschränkt, davon darf die reine Fahrzeit nur 6 Stunden betragen. Die im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie erhobenen tatsächlichen Fahrzeiten waren bei den Rinder-, Schweine- und Lämmertransporten jedoch deutlich kürzer. Für unsere Transporte im Inland setzen wir uns mit einer maximalen Transportdauer von 4 Stunden und 6 Stunden zu unserem Schlachthof in der EU deutlich strengere Ziele als vom Gesetzgeber verlangt. Zum Beispiel dauerten 2020 unsere Poulet-Transporte zur Schlachtung in der Schweiz zu 99 % unter 4 Stunden. Die Mast-Elterntiere, welche in Frankreich geschlachtet werden, erreichten ihr Ziel immer in weniger als den geforderten 6 Stunden.
  • Beförderung in konformen Transportfahrzeugen: Die Tiere dürfen sich im Lastwagen oder Anhänger nicht verletzen, das Klima im Transporter muss für sie stimmen und der Boden muss eingestreut und griffig sein. Alle Tiere müssen im Fahrzeug genügend Platz haben, die Vorgaben dazu sind je nach Tierart und Gewichtsklasse vorgeschrieben. Schweine werden in ihren gewohnten Gruppen transportiert. Neben der Überwachung der Transporte durch die kantonalen Behörden kontrolliert bei Labeltiertransporten der Schweizer Tierschutz STS unabhängig die Transporte.

Vor der eigentlichen Schlachtung sollen sich die Tiere vom Transport erholen. In unserem Schweineschlachtbetrieb haben wir dafür den Anlieferbereich und die Wartebuchten so konstruiert, dass sich die Schweine bei gedämpftem Licht, klassischer Musik, permanentem Zugang zu Wasser und einer Dusche zum Abkühlen schnell entspannen. Unsere Poulets werden schonend in ihren Transportkisten abgeladen und blauem Licht ausgesetzt, das beruhigend auf die Tiere wirkt.

 Es ist in der Schweiz untersagt, Tiere ohne fachmännische Betäubung zu töten. Die Betäubungsmethoden sind je nach Tier unterschiedlich und gesetzlich streng geregelt. So werden beispielsweise unsere Poulets mittels Elektrizität, unsere Schweine durch CO2 und die Rinder, Kälber und Lämmer in unseren Kooperationsbetrieben durch Bolzenschuss betäubt. Die Tiere sterben anschliessend durch Ausbluten, solange sie bewusstlos sind. Als erster Betrieb in der Schweiz haben wir in unserem Schweineschlachtbetrieb eine automatische Entblutekontrolle installiert, die eine korrekte Tötung garantiert.

Sämtliche Mitarbeiter im Lebendtierbereich werden regelmässig im respektvollen und ruhigen Umgang mit den Tieren geschult. Neben den strengen internen Kontrollen des Schlachtprozesses und der Kontrolle durch die kantonalen Veterinärämter auditiert auch der Schweizer Tierschutz in festen Abständen die tierschutzkonforme Schlachtung in unseren eigenen und den Kooperations-Schlachtbetrieben. Für unseren Schweineschlachtbetrieb überwachen wir zudem auf freiwilliger Basis den gesamten Weg der Tiere von der Anlieferung bis zur Entblutung mittels Videokameras. Berechtigte Stakeholder haben so die Möglichkeit, die Wertschöpfungskette von Fleisch transparent nachvollziehen zu können. 

Wir möchten aber nicht nur Transparenz bei der Schlachtung, sondern auch Fortschritt bezüglich des Tierwohls in diesem sensiblen Kontext. Dazu forschen wir gemeinsam mit wissenschaftlichen Projektpartnern an alternativen Geflügelbetäubungsmethoden und an der Optimierung der bestehenden Schweinebetäubungsanlage, um die Tiere noch schonender  zu schlachten. Der Forschungsstand wird regelmässig einem externen Soundingboard rapportiert, welches sich aus Vertretern der Behörden, des Tier- und Konsumentenschutzes zusammensetzt.