Unsere Partnerschaften

Unter Partnerschaft verstehen wir die Werte, welche wir leben und welche letztlich die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen für die wichtigsten Anspruchsgruppen in unserer Wertschöpfungskette prägen.

Es geht darum, allen in der Wertschöpfungskette ihren fairen «Wert» für die erbrachte Leistung zukommen zu lassen. Innerhalb der Micarna-Gruppe bestehen Partnerschaften mit Produzentengruppen auf verschiedenen Gebieten. Mit diesen Produzentengruppen wird ein intensiver Dialog geführt.

Mit IP-Suisse pflegen wir eine längerfristige Vertragsbeziehung, die den Produzenten Sicherheit und auch angemessene Preiszuschläge für entsprechende Mehrleistungen garantiert. Die Mehrleistungen sind unter anderem auf die Kernthemen Tierwohl, Biodiversität, Klimaschutz und Ressourceneffizienz fokussiert.


Die IP-Suisse-Bauernfamilien, welche für uns die strengen Richtlinien der Terra-Suisse- Programme umsetzen, halten ihre Schweine, Rinder, Kälber oder Lämmer in besonders tierfreundlichen Stallsystemen mit regelmässigem Auslauf ins Freie. Dabei garantieren wir diesen Produzenten eine mehrjährige Vertragssicherheit und vergüten anhand der IP-Suisse Prämien. Diese Prämien werden jährlich festgelegt und sind öffentlich zugänglich.

Optigal

Eine sehr enge Partnerschaft pflegen wir mit unseren Geflügelproduzenten, welche für uns die Poulets nach strengen Vorgaben aufziehen. Für die Erreichung unserer Qualitäts- und Tierwohlansprüche sind die Vertragsmäster mit insgesamt über 500 Poulethallen ein zentrales Bindeglied. Und so ist die Partnerschaft mit unseren Geflügelproduzenten gekennzeichnet von gegenseitigem Respekt, langfristigen Verträgen, Beratung und Unterstützung in der energie- und klimaeffizienten Ausgestaltung der Geflügelhallen und der Möglichkeit, sich durch den Micarna- Geflügelproduzenten-Verein (MGV) aktiv und konstruktiv über Anliegen, Herausforderungen und Interessen auszutauschen. 

Huhn

Von unseren 100 Eier-Produzenten sind wir mit über 70 Produzenten aus der Schweiz in sehr engem Kontakt. Sie profitieren von langfristigen Verträgen und Sicherheit, und wir können uns auf hohe Qualität und Tierwohl verlassen. In der jährlichen Generalversammlung der Interessengemeinschaft Lüchinger + Schmid (IG L + S) haben die Produzenten eine gute Möglichkeit sich über ihre Interessen und Herausforderungen auszutauschen. Der Vorstand der IG L + S trifft sich mehrmals im Jahr mit Lüchinger + Schmid, um aktuelle Themen zu besprechen. Inhaltlich geht es dabei zum Beispiel um die Entwicklung neuer gemeinsamer Strategien, optimierte Anforderungen für die Produktion, aktuelle Marktgeschehnisse und gesetzliche Themen. Ausserdem organisiert Lüchinger + Schmid jährlich eine nationale Produzentenversammlung und zusätzlich ein regionales Zusammentreffen für den Austausch und die Weiterbildung der Produzenten. 

Migros Bio

Über unser Mutterhaus Migros sind wir an die partnerschaftlichen Verträge mit Bio Suisse angegliedert. Diese Partnerschaft garantiert uns, dass unsere Bio-Produkte aus Landwirtschaftsbetrieben stammen, die nach den Richtlinien von Bio Suisse produzieren. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite von Migros Bio.

WWF

Seit 2015 sind wir WWF-Seafood-Group-Partner und haben uns damit vertraglich für eine kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeit unseres Seafoodsortiments verpflichtet. Seither haben wir über 30 Arten aus dem Sortiment gestrichen und eine Vielzahl von Rohstoffen ersetzten wir mit Alternativen aus zertifizierten nachhaltigen Fischereien. Wir lassen alle neuen Produkte als auch einmal jährlich das gesamte Sortiment von unserem Partner WWF anhand dessen Methode und den neusten wissenschaftlichen Daten bewerten. Rohstoffe, welche den Anforderungen von uns und WWF nicht mehr genügen, werden durch nachhaltige Varianten ersetzt oder konsequent aus unserem Sortiment gestrichen.

Damit wir unsere Produktionsprozesse und Produkte kontinuierlich weiterentwickeln können, stehen wir in engem Kontakt zu diversen Forschungspartnern. So forschen wir zusammen mit wissenschaftlichen Kooperationen beispielsweise an neuen oder optimierten Betäubungsmethoden, an Konsumverhalten, an einer klimaeffizienten Fütterung, an der Produktenwicklung zur besseren Verwertung unserer Nebenprodukte, an neuen Verpackungsmaterialien- und Methoden für eine längere Haltbarkeit unserer Produkte oder an einer Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Landwirtschaftsbetrieben.

Da wir auch bei unseren Importprodukten sichergehen wollen, dass sozialverträgliche Arbeitsbedingungen eingehalten werden, überprüfen wir unsere Lieferunternehmen in Risikoländern anhand des internationalen und von Migros mitbegründeten Amfori BSCI. Nur dank unabhängigen Sachverständigen, welche unsere Lieferanten auf die Einhaltung des Verhaltenskodex von Amfori BSCI überprüfen, können wir Sozialstandards in unserer Lieferkette sicherstellen. Bis 2020 konnten die meisten unserer Lieferanten in Risikoländern gemäss BSCI-Länderliste nachweislich in den Social-Compliance-Prozess eingebunden werden. Die wenigen übrigen werden 2021 noch in den Prozess integriert. Ausserdem lassen wir uns von Amfori BEPI bei der Auswahl und Verbesserung unsrer Lieferanten unterstützen, um auch umweltrelevante Geschäftspraktiken der Lieferanten in unseren Wirkbereich aufzunehmen.