Die Mazubi Courtepin, die Lernendenfirma der Micarna, spendet über 100 Desktop-Computer an das Arbeitshilfswerk Ecoval. Damit sollen arbeitslose Menschen auf ihre Reintegration ins Wirtschaftsleben vorbereitet werden.

Ein Industrieunternehmen ohne Computer; heute unvorstellbar. Ein nationales Unternehmen, wie die Micarna besteht aus tausenden unterschiedlichen IT-Geräten, Software und Zusatzgeräten. Bei Umstellungen im IT-Bereich werden jeweils Computer aussortiert, welche noch voll funktionstüchtig sind. Und genau diesem Problem hat sich die Mazubi Courtepin, die Lernendenfirma der Micarna, angenommen. «Nach der letzten IT-Umstellung haben wir festgestellt, dass es über hundert PC gibt, die ausgewechselt wurden, obwohl sie noch einwandfrei liefen. Weil sie ein älteres Modell waren, passten sie aber teilweise nicht mehr zu den spezifischen Bedürfnissen unseres Unternehmens», erklärt Théo Brand, Lernender Informatiker im dritten Ausbildungsjahr.

Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Nur weil Geräte nicht mehr auf dem aktuellsten Stand sind, heisst das noch lange nicht, dass sie nicht mehr funktionstüchtig sind. Im Gegenteil: «Die betroffenen Desktop-Computer sind super, sie laufen ohne Probleme und man kann wunderbar mit ihren Arbeiten», erklärt der 17-Jährige. Dieses Potential hat die Mazubi erkannt und die IT-Abteilung und die Direktion der Micarna angefragt, ob sie mit diesen Computern ein Projekt starten dürfen. Eine Art «Wiedereingliederung der Computer in den Arbeitsmarkt.» Die Verantwortlichen der Micarna unterstützten die Idee ihrer Lernenden und überliessen ihnen die rund 100 Computer. Dazu gab es noch gut 50 Tastaturen und Mäuse, sowie zwei Dutzend Bildschirme.

Weitsicht junger Menschen

Auf ihrer Suche nach einem passenden Projektpartner stiess die Mazubi alsbald auf Ecoval, ein Hilfswerk, welches sich der Reintegration von arbeitssuchenden Menschen angenommen hat. «Dank der grosszügigen Unterstützung der Mazubi erhalten wir über 100 voll funktionsfähige Computer mit welchen unsere Kunden sich in verschiedenen Workshops wichtige Kompetenzen für den Arbeitsmarkt aneignen können», erklärt Véronique Franzin. Für die Abteilungsleiterin (Informatik / Logistik / Verkauf) beim Arbeitshilfswerk ist die Unterstützung der Mazubi auch aus einem weiteren Grund wertvoll: «Es freut mich ausserordentlich, dass es junge Menschen sind, die bei einer solche Sache an uns denken. Junge Menschen, die mitten in ihrer Ausbildung stehen und dabei über den Tellerrand hinaus blicken und sehen, dass es Menschen in der Gesellschaft gibt, welche diese Unterstützung sehr gut gebrauchen können.»

Kurzporträt Mazubi
Die Mazubi ist die Lernendenfirma der Micarna, welche von den Lernenden selber geführt wird. In der Mazubi entwickeln die Lernenden eigene Produkte, verarbeiten das Rohmaterial, produzieren ihre eigenen Produkte und vermarkten diese. Das Ziel der Lernendenfirma ist es, dass die Auszubildende früh lernen Verantwortung zu übernehmen, selbständig zu arbeiten und eigene Projekte zu realisieren. Dank dem Ausbildungsprojekte Mazubi erhalten die Auszubildenden der Micarna die einmalige Möglichkeit bereits während er Ausbildung ihr eigenes Unternehmen zu führen.

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Micarna – Neue Aufgabe für gebrauchte Computer