Die Westschweizer Tierschutzorganisation «PEA – Pour l’Égalité animale» (PEA) hat für die Nacht von Donnerstag auf Freitag (30. Juni/1. Juli 2016) eine Mahnwache beim Micarna-Produktionsstandort Courtepin angekündigt. Die Gemeinde hat das Demonstrationsbewilligungsgesuch abgelehnt. Die Micarna-Gruppe setzt sich seit Jahren aus Überzeugung für hohe Tierwohlstandards ein und weist die Vorwürfe der PEA als ungerechtfertigt zurück.

Die Westschweizer Tierschutzorganisation PEA will mit einer Mahnwache vor dem Produktionsstandort der Micarna-Gruppe in Courtepin gegen die Tierhaltung und Schlachtung demonstrieren. Die Organisation weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass es nicht gerechtfertigt sei, Tiere für die menschliche Ernährung zu töten. Die Micarna-Gruppe unterstützt die freie Meinungsäusserung, hält aber gleichzeitig fest, dass das proteinreiche Fleisch eine wichtige Rolle in einer ausgewogenen Ernährung spielt. Schweizer Fleischprodukte sind beliebt – der Pro-Kopf-Konsum steigt kontinuierlich. Gerade inländische Produkte geniessen in der Ernährung einen hohen Stellenwert. Einerseits weil hierzulande Lebensmittel nach höchsten Produktions- und Hygienebestimmungen hergestellt werden; andererseits weil in der Schweiz strengste Tierschutzrichtlinien gelten.

Tierwohlstandards auf dem Bauernhof
Für unseren Fleischkonsum müssen Tiere geschlachtet werden. Gerade weil einem Tierleben in der industriellen Lebensmittelherstellung Grenzen gesetzt sind, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Tiere während ihrer Zeit auf dem Bauernhof ein schönes und tiergerechtes Leben haben. Genau dafür setzt sich die Micarna-Gruppe mit ihren hohen, über die rechtlichen Bestimmungen hinausgehenden Tierwohlstandards ein. Im Zusammenspiel von Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie ist ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen entscheidend. Gute Beispiele dafür sind Labels wie TerraSuisse und Optigal, die den Tieren nicht nur mehr Platz in ihrem Stall, sondern vor allem auch Auslauf und Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Fachmännische Verarbeitung
Neben den Tierwohlstandards auf den landwirtschaftlichen Betrieben sind auch ein stressarmer Transport und die fachmännische Verarbeitung im Schlachthof von grosser Bedeutung. Die Micarna-Gruppe verarbeitet nur Tiere, die unter Aufsicht von Mitarbeitenden des kantonalen Veterinäramts professionell betäubt und geschlachtet werden. Der gesamte Prozess läuft ruhig und kontrolliert ab; der Stressfaktor für die Tiere wird dabei so klein wie möglich gehalten. Um Tierwohlaspekte über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sicherzustellen, arbeiten bei der Micarna-Gruppe neben ausgebildeten Tierärzten auch Tierwohlexperten, die sich täglich mit dem Thema Tierwohl in der Lebensmittelindustrie befassen.

Genuss mit gutem Gewissen
Die Micarna-Gruppe stellt qualitativ hochstehende Produkte aus Schweizer Fleisch her. Dank enger Beziehungen zu ihren Produzenten, hoher Tierwohlstandards und eines nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen kann das Unternehmen den Kunden seine Produkte mit gutem Gewissen anbieten. Fleisch ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Gleichzeitig haben die Tiere ein Recht auf ein tierfreundliches Leben und einen schonenden Umgang während des Betäubungs- und Schlachtprozesses. Mit ihren Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeit und des Tierwohls setzt sich die Micarna-Gruppe genau dafür ein.

Kurzporträt Micarna
Die Unternehmen der Micarna-Gruppe, welche zur M-Industrie gehören, produzieren hochwertige Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte. Im Jahr 1958 im freiburgischen Courtepin als Fleischverarbeitungsbetrieb der Migros durch Gottlieb Duttweiler gegründet, umfasst die Micarna-Gruppe heute die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Micarna SA, Mérat & Cie. AG, Favorit Geflügel AG, Rudolf Schär AG und Gabriel Fleury SA. Weiter gehören die in Deutschland angesiedelten Unternehmen Stauss Geflügel GmbH und KM Seafood GmbH zur Gruppe. Dank modernster Produktionsanlagen und höchster Standards in den Bereichen Hygiene sowie Produkte- und Arbeitssicherheit erzielen die Unternehmen der Micarna-Gruppe beste Qualität. Die Unternehmen setzen sich konsequent für eine artgerechte Haltung und einen stressarmen Transport der Tiere ein und stellen sicher, dass die Herkunft jedes einzelnen Produkts lückenlos rückverfolgbar ist. Die Micarna-Gruppe realisierte im Jahr 2015 mit ihren knapp 3000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,5 Milliarden Franken.

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