Die Micarna-Gruppe präsentiert an einem Informationsanlass in Bazenheid ein erstes Mal ihr Flüchtlingsprojekt «Maflü» in der Ostschweiz. Rund 15 mögliche Teilnehmer, sowie Projektpartner aus dem Kanton St. Gallen nahmen an der Informationsveranstaltung teil.

Sie kommen aus verschiedenen Kulturen, sprechen unterschiedliche Sprachen und haben individuelle Träume und Pläne. Gemein ist den 15 interessierten Teilnehmer der ersten «Maflü» Informationsveranstaltung in der Ostschweiz, Ehrgeiz und Motivation sich in der Schweiz eine berufliche Perspektive aufzubauen. Hierbei soll sie das Arbeits- und Integrationsprojekt «Maflü» der Micarna-Gruppe unterstützen. Das Projekt wurde zu Beginn des Jahres lanciert und in den vergangenen Monaten in intensiver Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen und der regionalen Potenzialabklärungs- und Arbeitsintegrationsstelle (REPAS) ausgearbeitet. «Wenn es darum geht, Menschen aus fremden Ländern erfolgreich in die Schweiz zu integrieren, können wir nicht warten, bis die Politik unsere Probleme löst, wir müssen selber Lösungsvorschläge biete», erklärt Albert Baumann, Leiter Micarna-Gruppe.

Vorteil für beide Seiten
Der Kern des «Maflü» Projekts besteht aus einer beruflichen Grundausbildung, verbunden mit Massnahmen zur sprachlichen und gesellschaftlichen Integration. Das Projekt hat zum Ziel, Flüchtlinge in verschiedenen Berufen innerhalb der Micarna auszubilden und ihnen somit eine berufliche Grundausbildung sowie eine berufliche Perspektive in der Schweiz zu ermöglichen. Gleichzeitig leistet die Micarna damit einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Schweizer Industrie. Das Ziel ist, dass Absolventen des «Maflü» Projekts längerfristig in der Micarna tätig sein können.

Erste Erfahrungen in der Westschweiz
Erste Erfahrungen mit der Integration von Flüchtlingen konnte die Micarna diesen Sommer am Hauptstandort in Courtepin sammeln. Im Rahmen von «Maflü» hat ein Eritreer mit seiner Ausbildung zum Anlageführer begonnen. Wann in Bazenheid die ersten Flüchtlinge ihre Ausbildung aufnehmen können, kann aktuell noch nicht beurteilt werden. In einem ersten Schritt geht es darum, mögliche Interessierte individuell zu prüfen und mittels Praktika auf eine Ausbildung vorzubereiten. Die Micarna rechnet damit, dass langfristig bis zu 15 Flüchtlinge in der Micarna ausgebildet werden können und damit eine berufliche Perspektive erhalten.

Kurzporträt Micarna-Gruppe
Die Unternehmen der Micarna-Gruppe, welche zur M-Industrie gehören, produzieren hochwertige Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte. Im Jahr 1958 im freiburgischen Courtepin als Fleischverarbeitungsbetrieb der Migros durch Gottlieb Duttweiler gegründet, umfasst die Micarna-Gruppe heute die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Micarna SA, Mérat & Cie. AG, Favorit Geflügel AG, Rudolf Schär AG und Gabriel Fleury SA. Weiter gehören die in Deutschland angesiedelten Unternehmen Stauss Geflügel GmbH und KM Seafood GmbH zur Gruppe. Dank modernster Produktionsanlagen und höchster Standards in Sachen Hygiene sowie Produkte- und Arbeitssicherheit erzielen die Unternehmen der Micarna-Gruppe beste Qualität. Die Unternehmen setzen sich konsequent für eine artgerechte Haltung und einen stressarmen Transport der Tiere ein und stellen sicher, dass die Herkunft jedes einzelnen Produkts lückenlos rückverfolgbar ist. Die Micarna-Gruppe realisierte im Jahr 2015 mit ihren knapp 3000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,5 Milliarden Franken.

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Micarna – Berufliche Integration von Flüchtlingen in der Ostschweiz
Micarna – Berufliche Integration von Flüchtlingen in der Ostschweiz