Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts fördern die Micarna SA und die IP-Suisse die Zucht Schweizer Edelschweine. Dank ausgewählter Genetik sollen inländische Schweinerassen gefördert werden, welche robuste und stressresistente Tiere mit hervorragender Fleischqualität liefern. Damit werden Tierwohl und Biodiversität in der Schweizer Landwirtschaft gleichermassen gefördert.

Gerade in der Grillzeit ist Schweinefleisch beliebt. Nach wie vor produzieren wir in der Schweiz jährlich rund 200‘000 Tonnen Schweinefleisch. Auch bei der Micarna gehört die Schweinefleischproduktion zu einem der wichtigsten Produktzweige im Sortiment. Dabei kommt der Labelhaltung unter der Marke Terra Suisse eine zentrale Rolle zu, wie Unternehmensleiter Albert Baumann betont. «Mehr als die Hälfte unserer Schweine stammt aus Labelhaltung und geniesst damit höhere Tierwohlstandards, als diese von Gesetzes wegen vorgeschrieben sind.» Sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen sei seit jeher Bestandteil des Unternehmens: «Schon seit über 30 Jahren tauschen wir uns in der Fachgruppe Schweinefleischqualität mit Vertretern entlang der gesamten Produktionskette aus. Damit nehmen wir gegenüber unseren Kunden und Partnern die Verantwortung wahr, Entwicklungen in den Bereichen Tierwohl, Tiergesundheit und Tierhaltung nachhaltig zu fördern.» Ein Aspekt, welcher die Micarna zusammen mit der IP Suisse weiter ausbauen will.

Genetik als Grundstein gesunder Tiere
Gemeinsam haben sich das Migros-Industrieunternehmen und der Branchenverband Gedanken zur Entwicklung von Terra Suisse gemacht, mit dem Ziel, den Mehrwert der inländischen Zucht und Haltung zu festigen. Neben Aspekten der Fütterung, der Tiergesundheit, der Rückverfolgbarkeit und des Transportes spielt insbesondere die Genetik eine entscheidende Rolle. «Wir wollen ausschliesslich inländischen Edelschweine (ES) und die Landrasse (SL), sowie deren Kreuzungen einsetzen. Die schweizerische Schweinezucht ist auf hervorragende Fleischqualität von gesunden Tieren ausgerichtet», erklärt IP-Suisse Präsident Andreas Stalder.

Gute Schlacht- und Fleischqualität
Da die Micarna kontinuierlich die Qualität ihrer Produkte verbessern möchte, ist es das Ziel, in den nächsten Jahren in der Terra Suisse-Haltung unter anderem komplett auf die ausgewählte Genetik der Schweizer Rasse umzustellen. Diese Tiere weisen eine ebenbürtige Zucht-, Mast- und Schlachtleistung auf. «Damit können wir das Tierwohl und die Tiergesundheit mittels unserer einheimischen Zucht fördern, ohne dass unsere Partner in der Landwirtschaft Abstriche zu befürchten hätten. Im Gegenteil: Die Schweizer Genetik verspricht eine hervorragende Fleisch-, Fett- und Schlachtkörperqualität», betont Albert Baumann. Für den Unternehmensleiter ist es wichtig, dass wir trotz hervorragender Schweinefleischqualität in der Schweiz bereits heute an dessen Weiterentwicklung arbeiten. «Wir haben heute in der Schweiz aus Qualitätssicht die besten Schweinefleischprodukte. Wollen wir diesen Vorsprung gegenüber dem Ausland aber auch in Zukunft wahren und weiter ausbauen, müssen wir uns bereits heute Gedanken zu der Entwicklung machen.»

Förderung der Schweizer Artenvielfalt
Die kontinuierliche Weiterentwicklung ist auch für die einheimische Landwirtschaft von grosser Bedeutung, betont Andreas Stalder. «Gemeinsam mit einem Industriepartner, wie der Micarna, können wir die Schweizer Artenvielfalt pflegen und fördern und unsere einheimische Rasse langfristig in der Landwirtschaft etablieren.

Mit der klaren Positionierung unserer Terra Suisse-Haltung und ihrer nachhaltigen Entwicklung wollten wir gemeinsam die Tiergesundheit und die Qualität unserer Schweineproduktion langfristig sicherstellen und dank ausgewählter Genetik, gestützt auf Schweizer Rassen, die Grundlage liefern für gesunde, robuste und stressresistente Tiere mit möglichst geringem Medikamenteneinsatz. All dies bei einer ebenbürtigen Zucht-, Mastund Schlachtleistung und damit hochstehender Qualität des Terra-Suisse-Schweinefleisches.»

Kurzporträt Micarna 
Die Unternehmen des Segments Fleisch, Geflügel, Fisch und Ei der M-Industrie produzieren hochwertige Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte. Im Jahr 1958 im freiburgischen Courtepin als Fleischverarbeitungsbetrieb der Migros durch Gottlieb Duttweiler gegründet, umfasst das Segment heute die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Micarna, Favorit Geflügel, Gabriel Fleury, Lüchinger + Schmid, Mérat & Cie., Optisol, Rudolf Schär und Tipesca. Des Weiteren gehören die in Deutschland angesiedelten Unternehmen KM Seafood und Stauss Geflügel zur Micarna. Dank modernster Produktionsanlagen und höchster Standards in Sachen Hygiene sowie Produkte- und Arbeitssicherheit erzielen die Unternehmen der Micarna beste Qualität. Die Unternehmen setzen sich konsequent für eine artgerechte Haltung und einen stressarmen Transport der Tiere ein. Zudem stellen sie sicher, dass die Herkunft jedes einzelnen Produkts lückenlos rückverfolgbar ist. Die Micarna realisierte im Jahr 2016 mit ihren knapp 3000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,5 Milliarden Schweizer Franken.

Kurzporträt IP-Suisse
IP-SUISSE ist eine Vereinigung von Bäuerinnen und Bauern, die auf ihren Familienbetrieben umweltschonend und tiergerecht Lebensmittel für den täglichen Bedarf produzieren. IP-SUISSE-Produkte sind gentechnikfrei und werden weitgehend ohne Einsatz von Fungiziden und Pestiziden hergestellt. Tiere auf IP-SUISSE-Bauernhöfen leben artgerecht, geniessen viel Auslauf und erhalten gesundes Futter. IP-SUISSE setzt sich für die naturnahe Produktion von gesunden Nahrungsmitteln ein und konzentriert sich dabei vor allem auf die Aspekte der Förderung der umweltschonenden und tiergerechten Landwirtschaft, die Festlegung von Richtlinien für die Labelproduktion (Qualitätszeichen «Marienkäfer»), die Förderung der Vermarktung von Labelprodukten sowie die Vertretung der Mitgliederinteressen gegenüber Marktpartnern und Behörden.
www.ipsuisse.ch

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Micarna – TerraSuisse setzt neue Massstäbe im Schweinefleischbereich