Die IG Fisch & Fleisch des Kantons St. Gallen besuchte im Rahmen ihres ersten Treffens die Micarna SA in Bazenheid. Nach einem Einblick in die Produktion lieferten verschiedene Impulsreferate regen Diskussionsanreiz zwischen Politikern und Industrievertretern.

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Schweizer Landwirtschaft? Was tut eine Micarna für den Wirtschaftsstandort St. Gallen? Und welche Perspektiven bieten Fisch und Poulet für die Region Ostschweiz? Gut ein Dutzend Vertreter des Kantonsrates St. Gallen diskutierten diese und zahlreiche weitere Themen im Rahmen ihres Besuches in der Micarna Bazenheid. Der Fleischverarbeiter der M-Industrie ist einer der bedeutendsten Schweizer Fleisch-, Geflügel- und Seafoodproduzenten und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. «Die Micarna hat im Kanton St. Gallen einerseits, und in der Fleischindustrie andererseits, einen hohen Stellenwert», betont IGPräsident Mike Egger. «Wir haben uns daher sehr über die Möglichkeit dieses Austausches gefreut.»

Parteiübergreifende Interessen
Rund 15 Mitglieder des Kantonsrates St. Gallen gehören der im Herbst gegründeten IG Fisch & Fleisch an. «Wir sind eine überparteiliche Interessengemeinschaft und setzen uns für die Weiterentwicklung der Fleisch- und Fischindustrie im Kanton St. Gallen ein.» Ein Thema, welches auch Micarna-Unternehmensleiter Albert Baumann am Herzen liegt. Der gelernte Metzger war dann auch bereit, sich aktiv auf Diskussionen mit den Politikern einzulassen: «Unsere Impulsreferate haben gezeigt, dass das Interesse der Regierung an unserer Arbeit und an unseren Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit, aber auch an der Weiterentwicklung unserer Region, gross ist.» Für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons und eine nachhaltige Entwicklung der Schweizer Landwirtschaft sei gerade dieser Austausch wichtig. «Nur wenn wir – Politik, Industrie und Landwirtschaft – zusammenspannen, gemeinsame Ziele und Lösungswege finden, werden wir gemeinsam Erfolg haben.»

Vom Fisch über Poulet bis zu Flüchtlingen
Die Ausgestaltung dieser Zukunft der Fleischwirtschaft im Kanton St. Gallen war dann entsprechend ein rege diskutiertes Thema. Dabei standen Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit, der Fischzucht mittels Aquakulturen, ein möglicher Geflügel-Produktionsstandort Ost sowie das Ausbildungs- und Integrationsprojekt «Maflü» im Zentrum. «Der Austausch mit der Micarna als Industrieunternehmen war sehr interessant. Es wurden bewusst Themen aktiv diskutiert und nicht nur Projekte vorgestellt», sagt IG-Präsident Mike Egger. Auch für Unternehmensleiter Albert Baumann war der Besuch zielführend: «Der Austausch war spannend, die Fragen, die aus der Politik an uns gerichtet wurden, unterstreichen das Interesse an unserem Unternehmen; an unserer Branche. Dieser Austausch ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Micarna im Kanton St. Gallen.»

Kurzporträt Micarna
Die Unternehmen des Segments Fleisch, Geflügel, Fisch und Ei der M-Industrie produzieren hochwertige Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte. Im Jahr 1958 im freiburgischen Courtepin als Fleischverarbeitungsbetrieb der Migros durch Gottlieb Duttweiler gegründet, umfasst das Segment heute die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Micarna, Favorit Geflügel, Gabriel Fleury, Lüchinger + Schmid, Mérat & Cie., Optisol, Rudolf Schär und Tipesca. Weiter gehören die in Deutschland angesiedelten Unternehmen KM Seafood und Stauss Geflügel zur Gruppe. Dank modernster Produktionsanlagen und höchster Standards in den Bereichen Hygiene sowie Produkte- und Arbeitssicherheit erzielen die Unternehmen der Micarna beste Qualität. Die Unternehmen setzen sich konsequent für eine artgerechte Haltung und einen stressarmen Transport der Tiere ein und stellen sicher, dass die Herkunft jedes einzelnen Produkts lückenlos rückverfolgbar ist. Die Micarna realisierte im Jahr 2016 mit ihren knapp 3000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,5 Milliarden Franken.

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Micarna – Politik trifft Industrie: Die IG Fisch & Fleisch zu Gast bei der Micarna SA