Die Kommission für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention des Kantons Freiburg zeichnet die Micarna für ihr Integrationsprojekt «Maflü» aus. Mit diesem Projekt sollen Flüchtlinge eine berufliche Perspektive erhalten und der Fachkräftemangel in der Lebensmittelindustrie aktiv angegangen werden.

Wer in diesen Tagen durch die Gänge der Berufsmesse START in Freiburg schlendert, der sieht junge Menschen, die mitten in ihrer Suche in Bezug auf ihre berufliche Zukunft stehen. Menschen, die in der Schweiz aufgewachsen sind, hier ihre Schulbildung absolvieren und im Anschluss eine Lehre absolvieren möchten. Ein Werdegang, der für viele von uns selbstverständlich erscheint und doch für viele Menschen auf dieser Welt nicht selbstverständlich ist.

Zukunft dank Ausbildung
Über 60 Millionen Menschen waren im letzten Jahr auf der Flucht. Es sind Menschen, die ihre gewohnte Umgebung wegen Krieg oder Armut verlassen und sich aufmachen in eine ungewisse Zukunft. Eine Zukunft in einem Land, in welchem sie die Sprache nicht sprechen und in welchem sie keine wirtschaftliche Perspektive haben. Genau hier setzt das Ausbildungs- und Integrationsprojekt «Maflü» an. Das Projekt wurde vom Industrieunternehmen Micarna vor einem Jahr ins Leben gerufen und möchte Flüchtlingen in der Schweizer neben einer sprachlichen auch eine berufliche Ausbildung bieten. Damit sollen Flüchtlinge (Ausweis B und F) eine langfristige Perspektive in der Schweiz erhalten.

Bis zu 30 Flüchtlinge
Für ihre Bemühungen im Bereich der Ausbildung und Integration wird die Micarna nun von der Kommission für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention des Kantons Freiburg mit dem Preis «Migration und Arbeit» ausgezeichnet. Die Verantwortlichen betonen insbesondere die Bedeutung eines solchen Projekts aus der Wirtschaft. Zudem sei die Langfristigkeit des Projekts lobenswert. So ist dann auch das Ziel von «Maflü», dass Mitarbeitende nach ihrer Ausbildung im Unternehmen bleiben. «Wir sind auf ausgebildete Fachkräfte angewiesen», betont Projektleiter Benoît Berset. «Mit ‹Maflü› wollen wir einerseits Flüchtlingen, die in die Schweiz gekommen sind, eine berufliche Perspektive bieten. Andererseits geht es auch darum, den Fachkräftemangel anzugehen und langfristig dafür zu sorgen, dass wir genügend ausgebildete Mitarbeitende haben.» Aktuell laufen in Courtepin und Bazenheid erste Praktika. Langfristig sollen dank «Maflü» bis zu 15 Flüchtlinge pro Standort ausgebildet werden.

Kurzporträt Micarna 
Die Unternehmen des Segments Fleisch, Geflügel, Fisch und Ei der M-Industrie produzieren hochwertige Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukte. Im Jahr 1958 im freiburgischen Courtepin als Fleischverarbeitungsbetrieb der Migros durch Gottlieb Duttweiler gegründet, umfasst das Segment heute die in der Schweiz ansässigen Unternehmen Micarna, Favorit Geflügel, Gabriel Fleury, Lüchinger + Schmid, Mérat & Cie., Optisol, Rudolf Schär und Tipesca. Weiter gehören die in Deutschland angesiedelten Unternehmen KM Seafood und Stauss Geflügel zur Gruppe. Dank modernster Produktionsanlagen und höchster Standards in den Bereichen Hygiene sowie Produkte- und Arbeitssicherheit erzielen die Unternehmen der Micarna beste Qualität. Die Unternehmen setzen sich konsequent für eine artgerechte Haltung und einen stressarmen Transport der Tiere ein und stellen sicher, dass die Herkunft jedes einzelnen Produkts lückenlos rückverfolgbar ist. Die Micarna realisierte im Jahr 2016 mit ihren knapp 3000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,5 Milliarden Franken.

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Micarna – Micarna erhält Ausbildungs- und Integrationspreis des Kantons Freiburg