Mit einem transparenten und glaubwürdigen Nachhaltigkeits-Engagement schaffen wir Vertrauen und realisieren unsere gesetzten Ziele schrittweise. Für einen nachhaltigen Fleischgenuss mit gutem Gewissen.

Nachhaltigkeitsbericht der Micarna 2018

Nachhaltigkeit ist für die Micarna bereits seit Jahren ein integraler Teil der Unternehmenskultur. Unser Engagement für die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens und den dabei entstehenden Mehrwert für die Gesellschaft und Umwelt möchten wir nun erstmals öffentlich kommunizieren. Dabei haben wir uns bewusst für die Berichterstattung nach GRI-Standard entschieden, damit unsere Ansätze, Resultate aber auch Misserfolge transparent nachvollziehbar sind.  

Albert Baumann

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir Menschen benötigen Energie – nicht nur im Sinne einer Strom- oder Wärmegewinnung, auch unser Körper benötigt sie. Diese Energie holen wir uns durch Lebensmittel. Sie sind die entscheidenden Nährstofflieferanten für unseren Körper. Die Produktion unserer Lebensmittel ist immer auch mit Rohstoffnutzung und Emissionen verbunden. Gerade in der aktuellen Klimadebatte steht der Fleischkonsum daher stark in der Kritik. Dabei geht vergessen, dass die Fleisch- und Geflügelindustrie ein wichtiges Nahrungsmittel mit einer hohen Energieeffizienz liefert.

Was heisst das für den Konsumenten?

Der menschliche Tagesbedarf an Energie beträgt rund 2000 Kilokalorien. Neben dem Energiewert spielt vor allem die Ausgewogenheit der Ernährung eine entscheidende Rolle. Und die Herkunft. Wir leben und produzieren unsere Produkte in der Schweiz. Die Schweiz ist ein Grasland, hat also verhältnismässig viel Nutzfläche, die sich nicht für den Ackerbau eignet. Wir Menschen essen kein Gras. Aus diesem Grund hat die graslandbasierte Milch und Fleischproduktion in der Schweiz eine lange Tradition: Wir nutzen Tiere, um die landwirtschaftliche Fläche nachhaltig zu bewirtschaften und die Bevölkerung mit einheimischen Produkten zu ernähren. Während beim Fleisch rund 85 Prozent aus der Schweiz stammen, muss über die Hälfte der pflanzlichen Lebensmittel importiert werden.

Was heisst das für die Micarna?

Die Micarna setzt sich seit vielen Jahren aus Überzeugung für eine nachhaltige Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Ei-Produktion ein. Dieser Verantwortung nehmen wir uns bewusst nicht erst seit den jüngsten Klimadiskussionen an, sondern haben in den letzten Jahren eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie lanciert. Und wir tun das nicht im dunklen Kämmerlein, sondern öffentlich: Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht zeigt Erfolge, Meilensteine, aber auch Herausforderungen und neue Projekte. So konnten wir den Stromverbrauch um 2% und die Flugtransporte um 18 Prozent senken und haben bei unseren Verpackungen rund 18 Tonnen Plastik eingespart. Zudem haben wir 2018 das Soundingboard Tierwohl ins Leben gerufen: Ein Board, welches Spezialisten des Tierschutzes, der Branche, der Forschung, der Behörden sowie des Konsumentenschutzes zusammenbringt, mit dem Ziel, die Thematik Tierwohl entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern.

Wo geht die Reise hin?

Unsere konkreten Ziele und deren halbjährliche Überprüfung zeigen uns auch auf, wo wir noch nicht auf der Zielgeraden sind. So zum Beispiel bei der Reduktion von Lebensmittelverlusten (Food-Waste) oder beim Wasserverbrauch in der Produktion. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist Leitfaden und Kontrollwerkzeug zugleich – sie gibt uns den Weg vor, den wir gemeinsam mit unseren Partnern entlang der Wertschöpfungskette gehen wollen, und der Nachhaltigkeitsbericht «zwingt» uns zur Kontrolle, zur Transparenz. Er ist gleichzeitig auch Beweis dafür, dass Nachhaltigkeit in der Micarna keine Phrase, sondern ein essenzieller Pfeiler unserer Unternehmensphilosophie ist. Und zum ersten Mal beschreibt der Nachhaltigkeitsbericht 2018 auch unseren Beitrag zur Erreichung der internationalen Sustainable Development Goals (SDG); also der Ziele, welche sich die internationale Gemeinschaft für eine soziale, wirtschaftliche und umweltpolitische Entwicklung gesetzt hat.

Ich freue mich, Ihnen mit dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht eine Bestandesaufnahme unserer Interpretation und Herangehensweise zu einer nachhaltigen Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Eiproduktion erläutern zu können. Wir wollen Branchenvorbild sein, Massstäbe setzen und einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Lebensmittelproduktion leisten.

Lassen Sie uns gemeinsam Energie geben: unserem Körper und unserer Umwelt.

Unterschrift A. Baumann

Albert Baumann

Segmentleiter